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updated 12:14 PM CEST, Sep 17, 2019

So klein und schon ein Festival

Akustik Mini Festival www.gulis.at Akustik Mini Festival

29.6.2019: KOHA Living Room SessionsDraussen brannte die Sonne unerbittlich runter. Es ist Hochsommer und die Veranstalter bangten, ob überhaupt sich irgendwer ins Seddwell Center verirren würde; und dann auch noch die große Konkurrenz. Es ist ja immer viel los in Graz. Augartenfest und so.

Aber die Angst war unbegründet,

schon beim ersten Act – Ali Reza, ein junger Afghane, der sich an der Gitarre und der Loop Station erprobte, waren aufmerksame Zuhörer*innen da.

Es folgte ein Grazer Strassenmusiktalent, Regina Maria, die auch schon eine kleine Fangemeinde besitzt und die Anwesenden mit ihrer starke Stimme verzauberte. Die Räume im Seddwell Center waren trotz der brütenden Hitz draussen, kühl. Auch mit Hilfe von Ventilatoren, die Bewegung hinein brachten.

Das Publikum änderte sich langsam, es war ein gemütliches Kommen und Gehen, kühle Getränke gab es an der Bar von Erlend und langsam füllte sich das Buffett mit tollen Esskreationen von Debbie. Das Trio 2Stones&the Wan (Gitarre, Cajon und Stimme) schwangen die Anwesenden in den zweiten Teil ein, der ein bisschen lebhafter geriet. Erwin R. folgte mit seinen Mundartsongs. Mitgebracht hat er Lothar Lässer (Arkkodeon), der ihn bei zwei Songs begleitete.

Der letzte Act im zweiten Teil des Programms waren Virgin Queen. Fiona de Fontana und Sebastian Weiss gaben dem Ambiente eine eigene Note und schwangen die Anwesenden auf den Abend ein.

Den Auftakt zum Abendteil, der mitunter etwas lauter geriet, sofern man bei einem Akustik Festival von laut sprechen kann, machen g.u.l.i.s. Der Raum war noch immer vergleichsweise kühl, kühler als draussen, wenngleich bei mittlerweile gut gefülltem Haus., die Luft langsam stickig wurde.

Die vier Buben aus Graz beenden mit dem Akustik Set ihre „Just Like A River Tour“, die sie seit Oktober in Metropolen wie Bruck, Feldbach oder Gallneukirchen gebracht haben. Mir großer Spielfreude und Witz zeigten sie, dass die Songs auch im Wohnzimmer hervorragend funktionieren, mit Rasseln, Kugerln, Glockenspiel und Akkordeon und einem ausgefeilten Zusammenspiel.

Eve folgte, normalerweise mit ihren Serpents unterwegs, mischte diesmal ihre beiden Bands durcheinander und spielte auch mit den Kollegen von Akida – ein dynamischer Auftritt, der zwei bis fünf Leute! Gut war´s.

Keine Angst ist zu recht als kleine böse Band bekannt und diesen Vorschusslorbeeren wurden sie auch diesmal wieder gerecht. Insbesondere Peter Kastner, der singende Frontman, drosch auf alles ein, was ihm in die Hände kam; Gitarren, Kuhglocken und Worte, sodass einem in kurzen Momenten doch dann ein wenig Angst und

Bang um das Center und Peters Gesundheit wurde, für die Saiten der Gitarre war alles zu spät. Nein, nicht wirklich. Überdreht wie gewohnt.
Zum Abschluß legten My wicked wicked ways als Quartett ihre Songs aus, um sich ein vorbei kommendes Schiff zu kapern und davon zu eilen. Ein schöner Ausklang des Mini Festivals. Zurück zur samtenen unaufgeregten und aufmerksamen Ausgangsstimmung des Festivals. Langsam wurde die Luft drückend und da draussen schon die Dämmerung einzog, war man versucht, sich an einen geheimen karibischen Strand zu versetzen und mit den Piraten den erfolgreichen Abend mit einem Drink zu feiern.

Nächste Jahr oder irgendwann eine Wiederholung? Ja vielleicht, sicher,

Letzte Änderung amDienstag, 02 Juli 2019 17:54
G.U.L.I.S.

experimenteller, psychomotorischer pathos rock

Webseite: www.gulis.at

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