Suche

User |

Warenkorb |

Es befinden sich keine Artikel im Warenkorb

Locust Valley (Download)

  • E-Mail
Cover Art Cover Art

Locust Valley ist ein vielfarbiges Album Rockmusik, reich schattiert an Stimmungen, zusammengehalten von einem Hang zur großen, mächtigen Wall of Sound, die von Punkrock- Gitarren durchschnitten wird. „Midsummer Heat“ ist Dream-Pop mit Unterleib. „43goes79goes43“ hat Stoner- und Punkrock-Anklänge. „Dead Match Figure“ kann man kaum losgelöst
von amerikanischen Postpunk/Noise-Rock hören, die heavy Gitarren von „Idiots and Slavery“ rumpeln böse dahin, der etwas aggressive Touch von „Swim“ weckt Erinnerungen an die Schärfe der Riot Grrrls-Sounds. Alles Rock jetzt, oder was? Doch die Sache liegt bei der Band
aus Österreich ein wenig anders.

Die Geräuschfläche - man könnte auch „Urnebel“ sagen, oder „ewiges Summen“ - die Hella Comet dem Album voranstellen, bevor sich der Opener „Secret Body Nation“ mit einer hymnischen Geste daraus hervorhebt, wirkt wie ein akustisches Anführungszeichen. Ein Signal dafür, dass man darum weiß, dass es heute nicht mehr darum geht, „Rock zu spielen“. Der folgende Song, wenn man den dreieinhalbminütigen Klangtrip so bezeichnen möchte, folgt in seiner Körperlichkeit zwar der expressiven Gestik des Genres, doch der Klangreiz gewinnt durch die Inszenierung an Relevanz: relativierend eingebettet in ein Soundgeflecht, dem die Erfahrung mit avancierter, experimenteller Gitarrenmusik eingeschrieben ist. Also dem, was die Grenzen des Rock in den letzten 40 Jahren immer weiter verschoben und erweitert hat. Die Gitarrensaiten

werden geschrammt und zum dionysischen Klingen gebracht, zum Rausch, zum Gesang. Die Melodie wird gefeiert, doch dahinter verbirgt sich ein schweres Grollen, das den Grundton angibt.

Allein „Secret Body Nation“ ist dabei so vielfarbig wie ein Stück verknappte Psychedelia. Hella Comet legen auf Locust Valley die Langzeit-Trips von Shoegazing und Postrock vorerst zu den Akten. Sie können sich heute die Freiheit erlauben, zur Kurzform, zum Song, zurückzukehren. Auch wenn man den Begriff Song bandintern vielleicht gar nicht so gerne hört. Aber die Arbeit am Album war immer mit dem ausgesprochenen Credo verbunden, sich nicht um Erwartungshaltungen zu kümmern. Schon gar nicht um eigene. Hella Comet spielen hier mit Klangreizen und deren Abstraktion, mitten im Spannungsfeld von Sinnlichkeit und Geist, von songbasiertem Ausdruck und Sounderfahrung des Experiments. Das obwohl die Band eigentlich einen völlig untheoretischen Zugang zu ihrer Musik pflegt und die Songs nicht vom Reißbrett kommen, sondern in einem Work in Progress entstehen. Die Stücke wurden sorgfältig erprobt und erkundet, die Praxis zeigte, welchen Weg die Musik einschlug. Zufälliges wurde ausgebaut, Stimmiges wurde erweitert. Viel wurde dabei wieder verworfen, bis die verschiedenen

Songs ihren Rahmen namens Locust Valley fanden. 

LP bestellen

Back Cover

Weitere Informationen

  • Veröffentlichung: 8. September 2016
  • Label: Noise Appeal Records
  • Mixed: Bernd Heinrauch
  • Mastered: Pete Maher, London

Webseite: www.hellacomet.com
Hella Comet

 

new album LOCUST VALLEY out now!

Hella Comet legen auf Locust Valley die Langzeit-Trips von Shoegazing und Postrock vorerst zu den Akten. Man spielt mit Klangreizen und deren Abstraktion, mitten im Spannungsfeld von Sinnlichkeit und Geist, von songbasiertem Ausdruck und Sounderfahrung des Experiments. Es ist wieder erlaubt, zur Kurzform, zum Song, zum Rocksong zurückzukehren.

 

Das Neueste von Hella Comet

spotify

Zum Seitenanfang